Prometheus – Dunkle Zeichen
Follow USA, 2012
Regie: Ridley Scott
Buch: Damon Lindelof, Jon Spaihts

Michael Fassbender
Charlize Theron
Guy Pearce

Prometheus – Dunkle Zeichen

Bewertung
5.5
Positiv: Sehr schick, markige Schockeffekte und ein guter Fassbender
Negativ: Ödes Drehbuch, vernachlässigte Charaktere und eimerweise verschüttetes Potenzial
Leserwertung
7.4
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1979: Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt. Science-Fiction und Horror finden in einmaliger Symbiose zueinander. H. R. Giger erlangte Unsterblichkeit, mehr durch Zufall wurde Ripley die erste Actionheldin der Filmgeschichte und Ridley Scott erlebte endgültig seinen Durchbruch, der es ihm erlaubte, nur drei Jahre später mit Blade Runner ein für alle Mal zur Legende des Sci-Fi-Genres zu werden.
Drei Fortsetzungen unter anderer Regie folgten, auf die vierte wird immer noch gewartet. Dann erstarrte die Hauptader des Franchises, während die namensgebende Kreatur für Scharmützel gegen den Predator und diverse Comicausflüge entliehen wurde.
Und schließlich paralysierte Ridley Scott mit der Nachricht, er werde ein Prequel drehen. Prometheus sollte kommen und die Welt schmückte sich, um ein Meisterwerk in Empfang zu nehmen.

Ein König regiert und dann stirbt er. Das ist unvermeidlich.

Story

Auf dem ganzen Erdball verstreute Höhlenmalereien bilden unabhängig voneinander eine bestimmte Planetenkonstellation ab. Die beiden Anthropologen Elizabeth Shaw und Charlie Holloway sind sich sicher, damit die Karte zur Wiege der Menschheit vor sich zu haben, die zugleich auch als Einladung gedacht ist.
Die Weyland-Corporation finanziert einen Trip in das weit entfernte System. Nach mehrjähriger Reise erreicht das Raumschiff Prometheus mit seiner schlummernden Besatzung das Ziel.
Es dauert nicht lange, da entdeckt man tatsächlich alte Architektur. Die Konstrukteure, wie sie von den Forschern genannt werden, waren tatsächlich hier, vielleicht sind sie es immer noch. Also schnell den Schlaf aus den Augen gerieben, in den Raumanzug geschlüpft und hinein in die Ruinen.
Tatsächlich findet man den uralten Leichnam eines Konstrukteurs. Als draußen ein tödlicher Sturm auszubrechen droht, die Gruppe getrennt wird, seltsame Biomasse auftaucht und auch die zwischenmenschlichen Spannungen ein kritisches Niveau erreichen, geht auf einen Schlag alles schief.

Kritik

Selbst nach Abzug aller Erwartungen, die das tonnenschwere Alien-Erbe mit sich bringt, ist Prometheus leider kein wirklich guter Film.
Ein großes Problem ist die Überraschungsarmut des ganzen Werkes. Die pompösen Trailer haben die Geschichte nicht angedeutet, sondern nahezu vollständig erzählt – und zwar deutlich besser als der Film selbst dies tut. Die gesamte erste Hälfte ist fraglos stimmungsvoll aufgebaut, vermittelt aber unentwegt das Gefühl, einem außerordentlich langen Prolog beizuwohnen. Nicht zuletzt wegen der Prequel-Natur ist von Beginn an nicht nur absolut klar, dass etwas schiefgehen wird, sondern im Grunde auch schon, in welcher Form dies zu passieren hat. Und Prometheus denkt nicht eine Sekunde daran, diesen vorgezeichneten Weg durch überraschende Abzweigungen aufzuwerten.
Hier müssten nun eigentlich die Charaktere einspringen und den Film auf anderer Ebene interessant machen. Markante Figuren waren immerhin seit jeher ein Markenzeichen der Alien-Saga. Doch hier wird auf ganzer Linie gepatzt. Charlize Theron als Wickers ist in keinem Augenblick mehr als eine engstirnige Ignorantin und bleibt trotz relativ viel Leinwandzeit eine unverständlich eindimensionale Persönlichkeit, der man nie die Kompetenz zutraut, die ihr Posten von ihr verlangt. Das Forscherpärchen wird nur wenig besser vom Drehbuch behandelt und der gesamte Rest der Crew besteht komplett aus austauschbaren Stereotypen, die im besten Fall als Stichwortgeber fungieren. Das gebündelte Schauspieltalent wird einfach so verheizt.
Es ist bezeichnend, dass die Mannschaft, die im Begriff ist, zum ersten Mal in Kontakt zu außerirdischen, vielleicht gottgleichen Wesen zu treten, mit einer Gefasstheit, die bisweilen an Teilnahmslosigkeit grenzt, ihr Abenteuer beginnt und dabei konstant unmenschlicher wirkt als der obligatorische Androide in ihren Reihen. Dieser von Michael Fassbender verkörperte David hat tatsächlich als einziger Charakter eine angemessene Plastizität verpasst bekommen – durch punktgenaues Mienenspiel und gute Dialogzeilen wird er für eine Weile zum doppelbödigen Fragezeichen in der ansonsten transparenten Schilderung. Die Ambivalenz von David rettet den Film in mancherlei Hinsicht.
Optisch ist Prometheus natürlich voll und ganz Ridley Scott. Schon die einleitenden Panoramen, die kurzzeitig geschickt der Frage ausweichen, ob die Erde oder ein anderer Planet gezeigt wird, lassen keinen Zweifel darüber aufkommen, wer auf dem Regiestuhl hockte. Dies zieht sich in milderer Form auch durch den Rest des Filmes, doch immer dann, wenn die Weitläufigkeit verlassen und das Geschehen in Innenräume verlagert wird, kommt der Inszenierung die Souveränität ein wenig abhanden. Über die Effekte lässt sich kaum ein schlechtes Wort verlieren – menschliche Technologie der Zukunft, Mysterien der Konstrukteure und Alien-Glibber sehen tadellos aus. Gewürzt wird die fade Geschichte mit ein paar deftigen Schockeffekten, die es durchaus in sich haben und in einem Fall die Grenze des guten Geschmacks für so manchen Zuschauer überdeutlich hinter sich lassen dürften.
Der 3D-Effekt funktioniert in einigen Szenen gut, ist in den meisten vollkommen überflüssig und wirkt manchmal richtig störend und willkürlich eingesetzt.
Während die erste Halbzeit nur aus hübschem Vorgeplänkel besteht, bietet die zweite nur Action. Die Möglichkeit, das „nur“ aus beiden Teilen zu streichen und etwas Großes aus der Grundidee zu machen, bleibt über die volle Laufzeit ungenutzt.

Fazit

„Sind wir das Produkt von Außerirdischen?“ ist eine vielversprechende Prämisse, die Prometheus als Aufhänger nutzt und kaum weiterverfolgt. Der fast schon freche Verweis auf einen zweiten Teil, der vom Studio mittlerweile bestätigt wurde, lässt hoffen, dass es irgendwann interessanter wird.
Die lang erwartet Vorgeschichte zu Alien klärt zwar über die Herkunft des legendären Space Jockeys auf, hinterlässt ansonsten aber einen enttäuschenden Eindruck und erinnert daran, dass Ridley Scotts letzte bemerkenswerte Arbeit schon wieder einige Jahre zurückliegt.

Ein kleiner Sicherheitshinweis: Während die Kritik versucht, Spoiler zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Kommentare erst in Kenntnis des Filmes zu lesen.

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Prometheus – Dunkle Zeichen, 7.4 out of 10 based on 56 ratings

22 Kommentare

  1. Andre
    9. August 2012, 13:10

    Das klingt ja ziemlich vernichtend. Nun muss ich wegen Dir die Abendplanung neu überdenken 😉

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    • Martin
      9. August 2012, 14:04

      Najo, „knapp überm Durchschnitt“ ist ja nicht sofort schlecht. Aber den Cinemaxx-Eintrittspreis zzgl. 3D-Aufschlag ist’s vielleicht nicht wert.

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  2. Philipp
    9. August 2012, 18:41

    Oh manno, ich hatte mich so drauf gefreut 🙁 Naja, so sind meine Erwartungen von vornherein gesenkt und ich muss nicht wieder so eine Enttäuschung wie bei Iron Sky erleben.

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  3. Martin
    9. August 2012, 20:22

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, was ihr zum Film sagt, er wird ja überall auch sehr unterschiedlich aufgenommen. Also noch nicht alle Hoffnung fahren lassen. 😉

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  4. andreas
    9. August 2012, 21:30

    aus meiner sicht verkennst du den film gänzlich. die prämisse, „sind wir produkt von außerirdischen“ steht im mittelpunkt und wird sogar konsequent durchgespielt, sie besitzt mehr tiefe als 90% anderer aktueller filme und wird gar nicht erst berücksichtigt. all die analogien auf die prometheus geschichte, die frage nach dem schöpfer und wie es sich mit david verhält, spiegeln sich in dem spiel von shaw, vickers, david und charlie wieder, das scheinst du aber abzutun. der film bietet menschliche dialoge und keine philosophischen abhandlungen, diese offenbaren sich aber in den zwischenzeilen des films, nämlich dann, wenn von der menschlichen bedrohung von vor 2000 jahren gesprochen wird, dann, wenn die frage nach der erschaffung des lebens durch zerstörung gesprochen wird, dann, wenn der mensch sich erhebt und selbst zum schöpfer wird und eben auch dann, wenn diese schöpfung ausgelöscht werden soll. der film ist weitaus tiefgängiger, als es die mehrheit des publikums zutraut, einfach, weil nicht genau hingeschaut wird und weil man a) entweder einen alienteil erwartet (den man so nie versprochen hat) und b) davon ausgeht, das man alles vorgekaut bekommt.

    wenn man den film in ruhe betrachtet, merkt man, wieviel tiefe hinter all den geschehnissen stecken, z.b. die unbefleckte empfängnis zu heilig abend oder die fragen, die an den schöpfer gestellt werden.

    ich finde, das dieser film wesentlich mehr auffährt, als du in deiner review preis gibst.

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    • Martin
      9. August 2012, 22:15

      Hallo Andreas und Dank für den ausführlichen Kommentar.
      Dass der Film mit seinen „Plusminus 2000 Jahren“ eine recht interessante Andeutung in Richtung Erklärung der Beweggründe der Konstrukteure macht, ist mir nicht entgangen. Aber das sind Interpretationen, die man schwerlich in eine Kritik einbauen kann, ohne Kernelemente der Handlung vorwegzunehmen. Ebenso verhält es sich mit den Prometheus-Parallelen. (Das ist auch hier in den Kommentaren etwas problematisch, da hier (noch) die Möglichkeit fehlt, Spoiler zu kennzeichnen.)

      Trotzdem bleibt es stets bei Ansätzen, die sich viel zu sehr wie ein Anlauf für den 2. Teil anfühlen.
      Insbesondere die von dir hervorgehobenen Dialoge haben mich sehr gestört – auch hier fällt einzig der permanent zitierenden David positiv auf, während das Gros der sonstigen Wortwechsel eher hohl ist.
      Für mich hat der Film trotz einiger interessanter Ansätze auf ganz elementarer Ebene einfach nicht funktioniert. Charaktere, die eingeführt und dann nie wieder gebraucht werden, auf Handlungsebene kaum Überraschung, die über die „Erich von Däniken-Prämisse“ hinausgeht und zum Ende hin jede Menge leere Action. Ganz egal, ob Alien-Prequel oder nicht, da wäre noch so viel mehr drin gewesen. Und da der Film sich selbst so furchtbar bedeutungsschwanger inszeniert, platzt zumindest für mich die ganze Blase irgendwann zum Ende.

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  5. Ncls
    9. August 2012, 21:50

    Also sooo schlecht war er nun auch nicht, man kann ihn sich durchaus ansehen! Aber der Preis von 13,50 EUR + Verpflegung ist schon happig gewesen heute Abend.

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  6. Ncls
    9. August 2012, 21:55

    Unbefleckte Empfängnis???
    Die Sache mit dem Geschlechtsverkehr wurde doch eindeutig besprochen und geklärt im Film. 😉

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  7. andreas
    10. August 2012, 06:59

    @ Martin: ja mit dem Spoilern tue ich mich schwer. Aber, nehmen wir mal Alien(s) als Vergleich: dort kannst du auch jede Figur bis vielleicht auf Ripley und den Charakter austauschen, diese sind ebenfalls nur rein funktional und haben kaum tiefere Bedeutung. Was ich in Prometheus übrigens nicht finde (Ein paar Spoiler folgen):
    Nimm z.B. Charlie. Er scheint ein Kern der Handlung zu sein und seine Haltung gegenüber David ist im Grunde genau die, die wir im Verhalten vom Konstrukteur am Ende sehen (nur eben radikaler).
    Und auch sonst ist es nicht so, dass er den alten Teilen irgendwie hinterher hinkt. Der Film setzt eben viele Implikationen voraus, die nur durch den Kontext erzählt werden, wie das Verhältnis Tochter/Vater. Vickers wartet im Grunde die ganze Zeit auf das Ableben, ihre Doppelzüngigkeit aus der Loyalität gegenüber ihrem Vater ist aber ziemlich groß und kaum überwindbar. Und auch Shaw ist für mich sehr gut nachvollziehbar.
    Spoiler Ende.

    Und ich bin fest davon überzeugt, dass der Film nicht als erster Teil einer weiteren Fortsetzung geplant ist. Er erklärt fast alles, was man im Film zu sehen bekommt, selbstständig, man muss nur genauer hinschauen. Es ist eben nur realistisch, wenn nicht jeder Charakter den Plot erklärt, sondern eigene Deutungen aufstellt, die sich vielleicht nicht bewahrheiten (wie die des Captians mit dem „Lager“ ). Der Film wollte zudem nie ein Alienprequel sein, sondern eben die Ursprünge näher beleuchten. Die Tatsache, dass das Ganze auf einem anderen Planeten spielt ,ist daher irgendwie viel wichtiger. Und jetzt weiß man, was es mit diesem Schiff dort vor Ort auf sich hat.

    Ich fand die Action jedenfalls nicht leer und blass, aber ich hab Leute getroffen, die das gleiche sagen, da mag also was dran sein. Irgendwie scheiden sich hier die Geister, ich war von Anfang an in die Handlung hineingesogen und von der Vielschichtigkeit und gleichzeitig Menschlichkeit lange getrieben und begeistert.

    @Ncls:
    Ich meinte damit, dass sie eigtl. keine Kinder bekommen kann, daher in Anführungsstrichen. Mir wollte kein korrektes Wort einfallen. 🙂

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    • andreas
      10. August 2012, 07:00

      den captain meinte ich, nicht charakter 😀

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    • Martin
      10. August 2012, 08:31

      Dann warne ich für folgenden Kommentar auch mal vor mittelschweren Spoilern:

      Bei Alien(s) mögen die Charaktere sicherlich auch nicht unersetzlich sein, aber da tut der Film auch nicht so, als wäre dies der Fall. Wenn hier Figuren vorgestellt werden, als wären sie die größten Charakterköpfe, um im Rest des Filmes nur in der Bildecke rumzustehen oder bestenfalls dafür dazusein, sich in typischer Horrorfilm-Manier blödelnd von der Gruppe zu trennen und dann den Ausgang nicht zu finden. Überhaupt wird der Plot ständig von solchen „Zufällen“ vorangetrieben, die „Pflichtvergessenheit“ des Piloten wäre da auch noch ein gutes Beispiel.
      Das ist – überzogen gesprochen – eine kleiner Verrat am Zuschauer. Und von David abgesehen waren die Crewmitglieder meist auf eine bestimmte Grundeigenschaft reduziert – gerade Therons Charakter ist doch nur daraus ausgelegt, ein Ekel zu sein.
      Ob der Film nun von vornherein als 1. Teil von etwas konzipiert wurde oder nicht, kann man natürlich nur raten. Das ausgesprochen offene Ende und die Tatsache, dass sofort ein 2. Teil angekündigt wurde, als der Film seine Kosten + x eingespielt hatte, sprechen für mich aber schon dafür. Dass er ohne Fortsetzung mehr oder weniger in sich geschlossen ist, wollte ich nie bestreiten – das ist auch notwendig, Trotzdem legt er halt schon Fährten für evtl. Nachfolger – siehe die mögliche „Plusminus 2000 Jahre“-Theorie.
      Ich habe übrigens versucht, den Film weitestgehend unabhängig von der Mutter-Tetralogie zu bewerten. Ansonsten hätte man auch noch Phänomene wie wie die Zombifizierung eines gewissen Charakters ankreiden können, die sich im Kontext der bisherigen Infektionsmerkmalen wie ein Fremdkörper anfühlt.

      „Unbefleckte Empfängnis“ halte ich übrigens für etwas überinterpretiert. Da hat sich einfach Mr. Tentakel eingenistet, weil er einen Weg in ihren Körper gefunden hat.

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  8. 08/15-Oswald.
    14. August 2012, 23:24

    Alien-Prequel hin oder her. Ich hätte mir da eine gerade, eindeutigere Linie gewünscht. Diese kleinen ‚Ungereimtheiten‘ stießen mir ein bisschen auf.
    Ansonsten hatte ich optisch und spielerisch nichts dran auszusetzen. Hab mich auch das ein oder andere Mal unangenehm geschüttelt.

    War nich völlig umsonst. Sequel find ich trotzdem unnötig…

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  9. El Tofu
    15. August 2012, 00:40

    Ich fand ihn ganz okay. Solides Ding aber nichts was ich mir öfter anschauen muss.

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  10. flo
    5. September 2012, 14:37

    War Gestern ein zweites mal im Kino und für mich ist es ganz klar der beste Sci-Fi-Film der letzten Jahre. Beim zweiten Mal schauen, wird einem einiges Klarer und man kann sich auf Kleinigkeiten konzentrieren. Auch die Ausrichtung und Wahl des Drehbuches, wird wesentlich deutlicher. Ebenfalls sind die Charaktere nicht so „dünn“ oder schwach besetzt, wie es viele Kritiker meinen. Der Film konnte nunmal keine 3 Stunden lang sein.

    Für mich ist der Film jetzt schon der Topfilm 2012/13. Man mag sich auch erinnern, dass Alien(s) damals ebenfalls schlechte Kritiken bekommen haben. Danke Ridley!

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    • Martin
      5. September 2012, 15:23

      Danke für deinen Kommentar. An dieser Stelle sei auch noch mal erwähnt, dass eine 5,5 keinesfalls schlecht ist, sondern bei uns tatsächlich bedeutet, dass der Film knapp über Durchschnitt anzusiedeln ist.
      Es ist nicht so, dass – wie man es häufig sieht – alles unter 7 Punkte als unguckbarer Mist abgeschrieben wird.

      Camerons „Aliens“ hatte als direkter Nachfolger der noch halbwegs frischen Überraschung „Alien“ mit deutlich höheren Erwartungen zu kämpfen als das nachgeschobene Prequel, von dem an jeder Ecke behauptet wurde, es sei keines.
      Davon ab hat „Aliens“ nie einen Hehl daraus gemacht, welche Art Film er ist, nicht mit großen Worten Weichen gelegt, die im Endeffekt nie befahren wurden, und auch nie den Anspruch gehabt, über seine direkten Schauwerte hinaus noch groß Relevanz zu haben. Prometheus tut und hat all dies und erfüllt – zumindest in meinen Augen – nur recht wenig davon.
      Stattdessen setzt er sich zwischen die Stühle.

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  11. Philipp
    11. September 2012, 22:15

    So, ich habe den Film jetzt auch endlich gesehen. Teilweise kann ich Deine Kritik teilen, aber insgesamt würde ich den Film mit einer guten 7 bewerten. Sehr schön finde ich, dass eine interessante Story erzählt wird, die an vielen Punkten Dinge offen lässt, über die man sich hinterher Gedanken machen kann bzw. zu denen man eben auch zu unterschiedlichen Interpretationen kommen kann. Schade finde ich dagegen, dass dieser eigentlich hohe Anspruch dadurch beleidigt wird, dass die Charaktere oft unnatürlich agieren, also z.B. einfach mal alle (!) ihre Helme abnehmen und scheinbar sogar irgendwo in der Höhle liegen lassen oder die beiden Angsthasen dann später ausgerechnet in dem Raum ihr Lager aufschlagen, in dem die meisten angsteinflössenden Dinge rumstehen und dann anfangen, den seltsamen Monstern darin „Hallo“ zu sagen, etc. Derartig lieblos entwickelte Handlungen von Charakteren findet man noch an vielen weiteren Stellen und das hat mir ein wenig die Atmosphäre zerstört, aber wenn das nicht wäre, wäre der Film für mich klar ein richtig guter Scifi-Film gewesen und auch so wie er jetzt ist, gefällt er mir noch sehr gut. Ich freue mich auf den 2. Teil des Prequels 🙂

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  12. Philipp
    12. September 2012, 07:51

    Kennt ihr das schon? http://static.dangerousminds.net/uploads/images/Prometheus_explained_Carlos_Poon.jpg

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    • Martin
      12. September 2012, 09:26

      Ja, überhaupt benimmt sich die Wissenschafts-Elite eher wie eine Gruppe von Teenagern. Deswegen fühlt sich der Film später wohl auch ein wenig wie ein typischer Slasher an. Wenigstens war das Abnehmen der Helme nicht der Auslöser des Übels.
      Dass der Forscher das eindeutig nach gefährlicher Schlange aussehende Wesen putzig und harmlos findet, passt da perfekt ins Bild.
      Ich denke, mit besseren bzw. ernstzunehmenden Figuren wäre auch die Geschichte eine bessere gewesen. Dann wäre das Abenteuer nachvollziehbar und spannend gewesen.
      So habe ich nie mit den Figuren mitgefühlt und es war zumindest für mich aber auch keine wirklich interessante Story vorhanden, da das Relevante bereits frühzeitig in einem Satz gesagt war und man sich anschließend lieber in Richtung Standard-Horror bewegte.
      Trotzdem bin auch ich gespannt auf Teil 2. Das scheint ja wieder ein Eine-Frau-Abenteuer zu werden, das wenigstens durch keine kläglich kurzsichtige Gruppe kompromittiert werden kann.

      Das Bild hab ich schon vor ’ner Weile auf ’ner netten Geek-Seite entdeckt. ; )

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  13. Martin
    14. September 2012, 23:04

    Ich kann mich meinem Namensvetter nur anschließen und würde dem Film eine weitaus bessere Bewertung mit besseren Charakteren geben.

    Ich frage mich überhaupt welche Rolle Charlize Theron spielt. Meiner Meinung nach hätte man sich beide Weylands sparen können und dann einen größen Fokus auf die übrigen Charaktere legen können. So hätte das Spiel zwischen Elizabeth Shaw, David und dem Space Jockey vollkommen gereicht. ( In einer anderen angepassten Story dann)

    Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass ich die Handlung als 1 zu 1 Abklatsch des erstens Aliens empfinde und so als Fan auch entsprechend eher gelangweilt war, da ich zu jedem Moment wusste, in welche Richtung es geht.

    Wieder spielte eine Frau die tragende Rolle, David sabotiert die Mission und die Crew wird gemetzelt. Gab es in Alien Schocker-Effekte wegen dem Alien, gab es hier nur Splatter-Schocker die ich als überzogen und unpassend Empfand (OP-Szene). Die Schlange-Szene war langweilig, plump; das Tentakel-Alien wirkt wenig bedrohlich, teils sogar eher lächerlich, langweilig, plump. Die Facehugger aus Alien sahen mit ihrer Spinnenform und der grazilen, kleinen Art wesentlich spannender und interessanter aus.

    So bricht das ganze Kartenhaus irgendwie in sich zusammen, die Charaktere sind Mau, die Story altbekannt und die Aliens missglückt. Dazu kommen noch bescheuerte Filmmomente wie das Verlaufen, die Schlangen-Szene oder die Absturz-Szene (Warum rennen sie nicht einfach nach links oder rechts – total bescheuert und ich musste unfreiwillig Lachen).

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  14. Dela
    27. Juni 2013, 20:50

    Ich finde der Film geht super als Cthulhu-Mythos-Film durch. Er ist genauso aufgebaut wie eine Cosmic-Horror-Story von H.P.Lovecraft. Prometheus und Alien kann man imho kaum vergleichen.
    gD

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    • Martin
      27. Juni 2013, 21:19

      Den Ctthulhu-Vergleich finde ich ganz charmant. Mit der Schablone hätte man den Film tatsächlich etwas besser sehen können.
      Verglichen werden sollen Alien und Prometheus auch nicht, aber wenn der Film den Anspruch hat, ein Prequel zu sein, dann muss er sich auch daran messen lassen.
      Trotzdem: Ob für sich betrachtet oder als Vorgeschichte zu Alien, die Geschichte ist in meinem Augen einfach viel zu struppig.

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  15. Phil Peters
    14. September 2013, 12:55

    Gute Kritik. Stimme ich weitestgehend mit überein. Wegen der tollen Visuals, der Regiearbeit und der fantastischen Leistung von Michael Fassbender würde ich trotzdem 8 Punkte vergeben. Meine eigene Kritik findet sich hier: http://raumvektor.de/prometheus/

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