Fantasy Filmfest Special: After
Follow Regie: Ryan Smith
Buch: Jason Parish, Ryan Smith

Steven Strait
Karolina Wydra
Madison Lintz
Sandra Ellis Lafferty

Fantasy Filmfest Special: After

Bewertung
4.3
Positiv: Ein paar atomsphärische Höhen und passable Effekte...
Negativ: ... treffen auf eine laffe Story mit kitschigen Rückblenden
Leserwertung
5.0
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Fantasy Filmfest Special 2

Und noch ein Langfilmdebut auf dem Fantasy Filmfest 2012, das passenderweise auch in der Kategorie Fresh Blood zu sehen ist.
Mit Steven Strait und Karolina Wydra bekommen außerdem zwei Darsteller eine Hauptrolle, die schon ein paar Filme in ihrem Lebenslauf stehen haben, bisher aber immer etwas unscheinbar geblieben sind.


Beyond the Veil

Story

Auf einer nächtlichen Busfahrt wirft der erfolglose Comiczeichner Freddy ein Auge auf die Krankenschwester Ana. Ehe er ihre Abfuhr akzeptieren kann, wird der Reisebus in einem schlimmen Unfall verwickelt.
Oder vielleicht auch nicht. Denn Ana wacht unversehrt, wenn auch merkwürdig behaart in ihrem Bett auf und macht sich, nichts Böses ahnend, auf den Weg ins Krankenhaus. Dort angekommen stellt sie fest, was ihr auf dem Arbeitsweg aus irgendeinem Grunde entgangen ist: Die ganze Stadt ist menschenleer und außerdem erzählt der Kalender, dass der 03.13.2012 sei. Auf ihren verwirrten Streifzügen durch die entvölkerte Stadt trifft sie schließlich auf den ähnlich ratlosen Freddy.
Während sie gemeinsam versuchen, die Ursache für das Verschwinden aller zu finden, stoßen sie auf eine weitere merkwürdige Erscheinung. Rund um die Stadt hat sich eine massive schwarze Nebelwand gebildet, die nicht nur ein Entkommen verhindert, sondern sich zudem stetig weiter Richtung Stadtzentrum ausbreitet, sodass die Beiden minütlich zurückgedrängt werden.

Kritik

After ist ein Mystery-Film unter vielen, der sich keine zu großen Patzer leistet, aber auch nichts bietet, was ihn klar hervorhebt.
Recht früh ist klar, wie der Hase läuft. Zum Glück hält das Drehbuch seine Charaktere nicht für dümmer als den Zuschauer, sodass der Film zumindest nicht in die Verlegenheit kommt, seine Figuren blind durch das Offensichtliche stolpern zu lassen. Dass die Suche nach Erklärungen schnell ihr Ende findet, ist für einen Mystery-Film nicht nur untypisch, sondern auch schädlich. Denn mysteriös ist das Ganze schon frühzeitig nicht mehr. Es gilt nur noch, die Sache bis zu ihrem Abschluss in möglichst einem Stück durchzustehen.
Und ganz ähnlich geht es auch dem Zuschauer.
After geht keine Risiken ein und hält sich sklavisch an die dem Bastelkasten für Mystery-Plots dritter Klasse beiliegende Anleitung. Das Ergebnis ist Stangenware, die keinem wirklich schadet, aber auch von niemandem vermisst werden würde.
Dass der Regisseur es grundsätzlich versteht, Spannung aufzubauen, zeigt besonders eine intensiv gestaltete Szene, die ein Ausflug in den Nebel beschert. Direkt im Anschluss an besagte Stelle wird der Film aber noch einen Zacken belangloser als er es zuvor schon gewesen ist.
Trotzdem ist das Werk gerade in Sachen atmosphärischer Darbietung beileibe keine Nullnummer. Die geisterhaft leere Stadt verfehlt ihre Wirkung ebenso wenig, wie die anrückenden Nebelschwaden, ein bestimmtes Mindestniveau wird hierbei aber nie überschritten.
Wirklich ärgerlich sind allerdings die häufigen Visionen, die den Protagonisten ihre Vergangenheit vorhalten. Hier weicht jede angedeutete Düsternis einer schwer zu ertragenden Rührseligkeit, die besonders am Ende in einen matschigen Kitsch abrutscht. Dies geschieht zum Glück nicht zu oft, genügt aber, um der handwerklichen Solidität des Filmes ein paar ordentliche Dämpfer zu verpassen.

Fazit

After macht wenig falsch und noch weniger richtig. Dadurch, dass der Film seine Figuren nicht als unnötig kurzsichtig präsentiert und außerdem ein paar gelungene Augenblicke in petto hat, ist ein Anhänger des Genres sicher nicht zwangsläufig an der falschen Adresse, zudem passable Mystery-Filmchen generell Mangelware sind.
Nicht so schlimm wie z.B. der ähnlich geartete The Deaths of Ian Stone, unterm Strich aber, das muss man ungeschönt sagen dürfen, einfach nicht nötig.
Im Auge behalten sollte man das Regisseur Ryan Smith dennoch. Mit einem brauchbarem Drehbuch in der Hand, könnte der Herr womöglich für die eine oder andere Überraschung gut sein.

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Fantasy Filmfest Special: After, 5.0 out of 10 based on 3 ratings

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